…Gerne umsonst nach Hamburg…

Wir hatten bisher wirklich ein entspanntes und schönes Osterfest, aber leider – wie jeder andere von uns auch – in abgespeckter Variante. Wir haben uns sehr gefreut das Ben mit Vorliebe Osternester gesucht hat! Manchmal unterschätzen wir unser Großen! Er hat unterm Sofa geschaut und in Ecken – das er so aktiv dabei ist und ganz genau weiß war er zu tun hat, damit hatten wir in dem „Ausmaß“ nicht gerechnet!!!


Heute genießen wir noch den letzten Feiertag mit einem leckeren Stück Kuchen.
Dann beginnt der „Alltag“! Und Mittwoch erwartet uns ein wichtiger ArztTermin mit Ben in Hamburg.

Für dieJenigen zur Erklärung, die erst „neu“ bei uns sind. Es geht, um die vorläufige Diagnose einer schweren Hüftdysplasie und ob eine OP tatsächlich notwendig ist. Wir haben uns bereits eine 2. Meinung eingeholt – die sehr gegensätzlich zur Einschätzung des überweisenden Facharztes war. Die Aufregung und Sorge steigt langsam wieder. Wir hoffen so sehr das wir mit einer guten Nachricht – das keine OP notwendig ist – wieder nach Hause fahren können. Für diese positive Nachricht fahren wir sogar gerne „umsonst“ nach Hamburg. Wir haben zur Sicherheit auch noch einmal im Krankenhaus angerufen, um uns zu vergewissern das Christoph und ich, das wir beide – zu dieser Untersuchung mitkommen dürfen. Das wurde uns zum Glück zugesagt. Weder ich noch Christoph möchten diesen Termin alleine mit Ben bestreiten. Wir möchten beide bei dem Gespräch und der Meinung der Ärzte dabei sein, um auf dem gleichen Stand zu sein und genau zu wissen was Phase ist. Für jeden von uns sind doch unterschiedliche Informationen wichtig – jeder filtert sich seine wichtigsten Eckpunkte raus. Eine „detaillierte“ Wiedergabe – an den zu Hause gebliebenen Partner – eines solchen Termins finde ich mehr als schwierig bis fast unmöglich. Und 4 Ohren hören einfach mehr als 2 und ergänzen sich am Ende eines solchen Tages im Rahmen einer so wichtigen Entscheidung die wir eventuell für unseren Sonnenschein treffen müssen. Des Weiteren könnte es gut sein, das weitere Untersuchungen auf Ben warten und dann ist es schön für ihn wenn Mama und Papa an seiner Seite sein können, um ihm eine gewisse Sicherheit zu schenken. Der Tag wird uns ganz sicher wieder das eine oder andere graue Haar und Nerven kosten aber für unseren Ben nehmen wir alles in Kauf, auch die Tatsache das wir zu sehnlichst älter werden🤪!

Wir wünschen allen noch einen entspannten Ostermontag❤️🐇🐣!

Eure 4 Latzkows😘

Throwback Reha / Part 2 11.12.2018-19.01.2019

Ja also wir waren happy, das wir die Bewilligung erhalten haben👍. Und dann fiel mir die Adresse der Klinik ins Auge. 800 km entfernt🤔. Ich habe mich im Internet über die Klinik informiert… eine wirklich tolle Klinik für Bens Bedürfnisse, muss ich zugeben. Aber 800 km entfernt und in der 16. Schwangerschaftswoche fand ich es dann doch auch etwas sehr weit und auch der Papa war nicht so begeistert. Er konnte uns aus beruflichen Gründen nicht fahren, das stand fest. 800 km mit Ben, der noch nicht laufen kann und mit Gepäck und in der 16. Woche schwanger Zug fahren…? Nee das habe ich mir nicht zugetraut. Wir habe echt lange mit uns gehadert was wir machen soll. Es ging doch nicht um uns, sondern um Ben und das er, bevor sein Geschwisterchen kommt, nochmal – das erste Mal – zur Reha fahren kann. Wenn das Mädchen oder der Junge (wir haben uns das Geschlecht nicht sagen lassen) da ist, wird es dafür wahrscheinlich nicht mehr viel Zeit geben?! Dann bekamen wir die Einberufung von der uns zugeteilten Klinik: 13.02.-20.03.2020. Ähm die Abreise nach Hause wäre 1 Tag vor dem errechneten Entbindungstermins gewesen. Das ging natürlich gar nicht. Und weiter ging der Kampf. Ich möchte gerne erwähnen, das die Institution die den Rehaantrag bewilligt hatte, um meine Umstände wusste und den Entbindungstermin kannte. In dem Telefonat wurde ich auch ziemlich direkt und unfreundlich darauf hingewiesen, das es dann eh schwierig werden würde, auf Grund der Schwangerschaft, überhaupt eine Klinik zu finden die mich aufnimmt.

Ich informierte mich selber über Kliniken die für Bens Bedürfnisse in Frage kämen. Ich rief dort an und fragte, ob es zeitnah noch Kapazitäten gibt. War leider nicht so einfach wie ich es mir vorgestellt habe. Ich bat also um Verständnis das ich die vorgeschlagene Klinik und den Zeitraum nicht akzeptieren kann und bat parallel um Alternativen. Ich bekam ein Schreiben das eine weitere Klinik die angefragt wurde keinen Platz für uns hätte und es bei der bereits bestehenden Zuweisung bleiben würde. Also man verliert in solchen Momenten echt den Glauben ans Gute. Wieder telefonierte ich mit irgendeinem Sacharbeiter – einem wirklich sehr netten und engagierten, möchte ich hier auch mal erwähnen – aber leider nicht mit dem der unseren Antrag schriftlich betreute und Entscheidung traf. Wir befinden uns übrigens gerade schon im Monat November. Wieder vergingen 3 Wochen ohne eine Antwort – ich hab’s schon aufgegeben und damit abgeschlossen vor der Entbindung mit Ben eine Reha antreten zu können. Am 22.11. dann Post. Eine Rehabewilligung für eine Klinik in Brandenburg. Aufnahme ab 11.12.2018, geil. Warte kurz, 4 Wochen? Das bedeutet über Weihnachten. Wir haben uns nach einer pro und contra Abwägung für Ben, für diese Reha entschieden. Über Weihnachten durften wir nach Hause, das war uns wichtig.