Schockmoment – hat nicht direkt was mit T21 zu tun – ist uns aber wichtig!!!

Ostermontag- Abendessen. Leni und Ben lassen sich noch ein Stück Gurke schmecken. Der Papa druckt gerade etwas aus und ist nicht im Raum. Ich sitze Ben gegenüber – mit einem Mal schaut er mich mit großen Augen an und bekommt keine Luft mehr. Ich springe auf und schreie parallel ganz hysterisch nach Christoph! Ich bin da und stehe irgendwie doch eher neben mir. Christoph reißt die Tür auf und fragt panisch was los ist – ich weiß gar nicht mehr was ich ihm genau gesagt habe… nur das er was tun soll – ich hatte das Gefühl die Situation komplett und hilflos aus der Hand zugeben – aber ich war wie erstarrt!!! Ich schnallte Ben ab und blickte immer wieder in sein von Panik verzogenes Gesicht und wollte einfach nur, das es aufhört! Ich wollte das er wieder atmet und alles gut ist! Christoph nahm Ben aus seinem Stuhl und steckte ihm den Finger in den Hals, er versucht Ben zum Würgen zu bringen – was auch augenscheinlich funktionierte – dann aber doch wieder in Panik überging, weil Ben immer noch nicht wirklich befreit gewesen ist. Christoph sagte nebenläufig das ich anrufen soll, er meinte einen Notdienst – ich blendete das aber vollkommen aus – ich konnte jetzt nicht weggehen, ich wusste auch gar nicht wo mein Handy liegt. Ich nahm Christoph Ben weg, drehte ihn auf den Kopf und klopfte mehrfach heftig auf seinen Rücken. In meiner Angst vielleicht zu heftig, vielleicht aber auch genau richtig🤷‍♀️?! Ben fing an zu weinen und in dem Augenblick wussten wir das diese Situation geschafft war. Ich nahm Ben wieder hoch, schaute in sein Gesicht und drückte ihn innig an meinen Körper. Ich setzte mich mit meinem weinenden und verängstigen Kind im Arm erschöpft auf den Boden und hielt Ben ganz fest.

Ich musste mich sehr zusammenreißen nicht mitzuweinen. Christoph kniete sich zu uns runter und hielt uns beide ganz fest, streichelte unsere Köpfe immer wieder und versicherte sich, ob es uns gut geht. Leni saß in ihrem Hochstuhl und beobachtete die Situation ganz ruhig. Dieser Moment ging sicher keine Minute – es kam uns aber vor wie eine Ewigkeit! Eine Ewigkeit der puren nackten Angst und Hilflosigkeit. Christoph sagte im Nachhinein, dass er das Stück Gurke im Hals spürte! Was für eine krasse und unfassbar beängstigende Situation. Nie wieder bitte – die Kinder bekommen die nächste Zeit, bis sich diese Erfahrung etwas gelegt hat, ganz sicher auch nur noch Scheiben und Kleingeschnittenes. Ich habe entsprechend recherchiert und möchte euch „erinnern“ was in so einem Fall zu tun ist. Vielleicht hilft es euch einmal in einer ähnlich brenzligen Situation?! Aber vorrangig hoffe ich sehr, dass es Jedem erspart bleibt!

Vorweg, sollte ein Erstickungsanfall drohen, weil ein Gegenstand verschluckt wurde – darf man KEINE Beatmung beginnen, solange sich der Fremdkörper noch in den Atemwegen befindet. Bleibt ein verschluckter Gegenstand trotz Sofortmaßnahmen weiterhin stecken, muss sofort ein Rettungsdienst gerufen werden.

Nachfolgende Anleitung / Erklärung habe ich von der Internetseite des DRK! Und ich hoffe es ist in Ordnung das ich mich dieser Ausführungen angenommen und sie verwendet habe?! Falls nicht, bitte kurze Nachricht an mich und ich lösche die Beschreibungen!

➡️Quelle: https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/ersticken/

Erstickungsgefahr erkennen

  • Atemnot
  • Evtl. starker Hustenreiz
  • Pfeifendes Atemgeräusch
  • Blau-/Rotfärbung des Gesichtes
  • Evtl. fehlende Atmung

Erste Hilfe Maßnahmen bei Ersticken

Fall 1: Der Betroffene kann sprechen, atmen und husten

  • Fordern Sie den Betroffenen auf, kräftig zu husten.
  • Bei ausbleibendem Erfolg: Notruf 112.
  • Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beruhigen, betreuen, trösten und beobachten.

Fall 2: Der Betroffene kann nicht sprechen, atmen und husten

  • Dem nach vorne gebeugten Betroffenen bis zu fünf Mal zwischen die Schulterblätter schlagen, um den Fremdkörper zu entfernen.
  • Nach jedem Schlag überprüfen, ob der Fremdkörper sich gelöst hat.
  • Bei ausbleibendem Erfolg: Notruf 112.

Fall 3: Wenn der Betroffene zu ersticken droht

  • Der Helfer stellt sich hinter den Betroffenen.
  • Den nach vorne gebeugten Betroffenen mit beiden Armen von hinten um den Bauch fassen.
  • Eine geballte Faust in den Oberbauchbereich unterhalb des Brustbeins (zwischen Nabel und Brustbeinende) platzieren.
  • Mit der anderen Hand Faust umfassen und bis zu fünf Mal kräftig nach hinten oben ziehen.
  • Lässt sich die Atemwegsverlegung nicht beseitigen, müssen Rückenschläge und Oberbauchkompression im Wechsel solange durchgeführt werden, bis der Fremdkörper entfernt wurde oder der Rettungsdienst eintrifft.
  • Bei eintretender Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen.

Hier noch ein Link zu einem kurzen Video zum Thema Kinder und Erstickungsanfall: https://m.youtube.com/watch?v=VqUqVNenwOQ

Habt alle einen schönen Abend und bleibt gesund!