Familie

Vorwort

Liebe Stephie (Schwester von Christoph), als ich dich gefragt habe, ob du was für unseren Blog schreiben magst, hab ich mich sehr über dein promptes „ja“ gefreut! Und noch mehr habe ich mich über den folgenden Text gefreut. Was ich ausgesprochen mutig finde ist, dass du absolut ehrlich und auch von deinen „Ängsten“ geschrieben hast! Das möchten wir genauso zum Ausdruck bringen. Wir wollen auch diese Gedankenwelt darstellen und zeigen das es total okay ist einen oder auch mehrere Momente der Ohnmacht, wie du es beschrieben hast, zu verspüren. Jeder in seinem Tempo. Sich mit dem Thema auseinanderzusetzen (sei es durch Fachliteratur oder durch Fragen an uns) und zu entdecken das es weitaus „Schlimmeres“ im Leben gibt als ein Extrachromosom. Das ist ein Wunsch von uns. Es ist für uns als Eltern so schön, liebe Stephie, die Freude und Offenheit zwischen Ben und dir zu beobachten. Danke an dich und deinen Mut dich hier zu öffnen und deine Gedanken mit uns zu teilen und vor allem deine lieben Worte an uns. Und jetzt gehts los.

Das Ben Noah geboren war hab ich viel zu spät mitbekommen. Es war Sonntag früh und wir haben 5 Wochen vor dem Termin nicht damit gerechnet. Es war ein aufregender Tag. Und ein aufregender Abend als wir von Christoph erfuhren mit welcher Besonderheit er auf die Welt gekommen ist. Es hat einige Tage gedauert bis sich der Gedanke bei mir gesetzt hat. Ich hab versucht mich zu belesen…so viele Informationen die ich doch nicht zu einem Bild zusammenbringen konnte. Eine gewisse Ohnmacht machte sich breit. Und damit Unsicherheit. Es waren schwere Tage für mich. Ich konnte ihn nicht besuchen. Noch keinen Kontakt zu meinem besonderen Neffen aufbauen. Ich wollte irgendetwas tun. Aber es gab noch nichts zu tun für ihn. Oder doch…sich einfach mit dem Gedanken arrangieren und weniger aufgeregt sein. Zuversicht haben. Das weiß ich heute – rückblickend. Als ich ihn einige Tage später das erste Mal besuchen konnte und er so winzig wie er nun mal war, zu Hause in seiner Wiege lag war es wunderschön. Er schlief ganz ruhig. Wie alle Babys das nun mal machen. Ben Noah hat sich bis zu Hause durchgekämpft und war sich seines Weges gar nicht bewusst. Für ihn ist alles ganz normal.

Warum erscheint es uns oft anders? Weil unsere eigene Unsicherheit uns zögern lässt und nur diese Unsicherheit das Unbekannte seltsam erscheinen lässt.

Ben hat einen zauberhaften, ehrlichen Humor und ansteckende Begeisterung. Ich kann es nicht erwarten seinen Blick zu erhaschen wenn wir als Besuch durch die Tür kommen, sein breites Grinsen wenn wir zum Spielplatz gehen, die Begeisterung immer wieder die Bücher mit den vielen Tieren anzuschauen. Wie alle anderen Kinder auch.

Von links: Onkel Tobi, Ben, Tante Stephie und der Papa beim Kugelbahn aufbauen.

Danke an Ben Noahs Eltern Christoph und Christin die uns als Familie in der besonderen Situation an die Hand genommen und durch den Alltag mit ihm geführt haben. Zwanglos. Unverklemmt. Offen. Bereit für alle Fragen. Ihr seid wunderbar!

5 Gedanken zu „Familie

  1. Wunderschön das eure Familie und Freunde so zusammen halten.
    Für euern kleinen Sonnenschein das Beste ❤❤❤
    Wie Stephie es geschrieben hat, ihr seid wunderbar!
    Glg Nicole

    Gefällt 1 Person

  2. „Weil unsere eigene Unsicherheit uns zögern lässt und diese Unsicherheit das Unbekannte seltsam erscheinen lässt…“ Ja, so ist es so oft im Leben… Diese Satz würde ich mir gern leihen… Für all die unerwarteten Dinge… Die immer so passieren… Und seltsam ist häufig auch anders schön oder schön anders…

    Gefällt 1 Person

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