Freundschaft

Mein Vorwort

Liebe Juri, ich danke dir vielmals, dass du dich getraut hast und den Startschuss für unsere Gastseite gibst! Ich habe so gespannt deinen Text gelesen. Ich weiß gar nicht wovor du „Angst“ hattest? Ich wurde überrascht und von meinen Gefühlen überwältigt und auch jetzt beim Schreiben dieser Zeilen packt es mich wieder, es ist sehr emotional für mich als Mutter & Freundin zu lesen😘. ❤️Es ist so schön dich und all die anderen lieben Menschen die uns begleiten, um uns zu wissen❤️! Und jetzt viel Freude beim Lesen.

Eure Christin

 

Am 22.01.2017 erreichte mich das Foto von meiner lieben Freundin Christin und Ihrem süßen kleinen Ben Noah. Etwas früher als erwartet. Ich war so aufgedreht und voller Freude für diese kleine Familie. Denn genauso wie wir hatten Christin und Christoph auch einen nicht so einfachen Weg zu diesem Glück. Dazu vielleicht an anderer Stelle mehr. Da ich mich selbst im 3. Trimester befand, lechtze ich nach jeder Information über die Ankunft dieses zauberhaften Wesens.

Ein Baby…ein Wunder…einfach nur Liebe…

Und auch wenn sie sich noch nicht kannten, wusste ich, dass der kleine Kerl und unsere kleine Tochter einen großen Teil ihrer Kindheit zusammen verbringen werden. Und die Vorfreude war so groß.

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Christin schickte mir ein Foto von den beiden, welches ich immer und immer wieder anschaute. Dieses süße Kerlchen. Einmal hatte ich für eine Millisekunde kurz den Gedanken: „Er sieht aus wie ein kleiner Asiate, Down-Syndrom??“. Sofort schüttelte ich den Kopf, verwarf den Gedanken wieder.

Am nächsten Abend saßen mein Mann und ich auf dem Sofa, und dann kam die „Informationsnachricht“ von Christoph an den Freundeskreis über die Trisomie 21 von Ben. (Und nein Christoph, ich nehme es dir nicht mehr übel, dass ich nicht in der WhatsAPP Gruppe war 😦 ;-)… )

Wir waren bewegt und mit einmal wieder hellwach, bis in die Nacht saßen wir mit unseren Handys in der Hand, nebeneinander und versuchten alles Mögliche über Trisomie 21 im Internet herauszufinden. Die Bandbreite an Informationen war riesig. Unterm Strich war zunächst wichtig, dass Ben keinen Herzfehler hatte, oder andere bisher erkennbare organische Einschränkungen hat.

Also wie wird es für unsere Freunde sein, die Eltern von Ben??? Keine Ahnung.

Wie wird es für meinen Mann und mich sein, Eltern von unserem kleinen Mädchen zu sein? Keine Ahnung.

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Wann wird Ben laufen können? Wann wird unser Mädchen laufen können? Wir wissen es nicht.

Welche Krankheiten müssen wir im Laufe der Jahre erleben müssen? Das können wir nicht sagen.

Was ich wusste: Bei diesen Fragen macht die Chromosomenanzahl, in Bens Fall, auch keinen Unterschied.

Was ich wusste: Die Liebe zum Kind ist nicht abhängig von Chromosomenzahl.

Und das wollte ich meine liebe Freundin spüren lassen. Das es in dieser Zeit nicht nur um Besonderheiten, Einschränkungen, Behinderungen und Ängste geht. Und ich hoffe Christin hat meine Nachrichten in dieser Zeit richtig verstanden, und mir nicht übel genommen, dass es nicht um die Trisomie ging. Sondern um all die Details, die Mütter sonst austauschen: Gewicht, Größe, Stillen, Schmerzen, wem sieht er ähnlich.

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Denn es geht um ein Baby…ein Wunder…einfach nur Liebe…

Was einen weiter auf diesem Weg erwartet, kann man nie voraussagen, man kann entscheiden, WIE man diesen Weg beschreitet.

 

5 Gedanken zu „Freundschaft

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