Wie alles begann… Fortsetzung 1

… meine Reaktion auf Christophs Worte war „ich weiß“.

Ich kann euch nicht beantworten warum oder woher ich es wusste, ich kann euch nur sagen, das ich zu dem Foto welches Christoph nach der Geburt von Ben gemacht hat und verschicken wollte „nein das verschickst du nicht“ entgegnete. Christoph fragte nicht weiter nach, er nahm es so hin ohne jeglichen Hintergedanken. Je häufiger ich die ersten Tage nach dem 22.01.2017 an das erste Bild von unserem Sonnenschein gedacht habe, umso klarer wurde mir, dass ich spätestens in diesem Moment wusste was los ist. Ich bin mir sehr sicher dass mich die Diagnose aus diesem Grund nicht überraschte.

Ich nahm Christoph in den Arm und sagte ihm das es unser Kind ist und das es völlig egal ist das Ben gewisse Extras mit im Gepäck hat.

Jetzt wollte ich, für jeden nachvollziehbar – denke ich, schneller zu meinem Kind. Leider ging es mir vom Kreislauf her nicht gut, ich hatte viel Blut verloren. Die Schwestern haben darauf bestanden das ich das Zimmer erst verlassen darf, wenn ich selbstständig aus meinem Bett aufstehen kann und dann auch nur mit Rollstuhl. Das gelang mir, so sehr ich es auch wollte und mich bemühte, erst um die Mittagszeit. Und das was mich an dieser Situation eine emotionale Achterbahn fahren ließ war, dass ich nicht sofort zu meinem Kind konnte. Ich wollte Ben sehen, anfassen, im Arm halten, mich selber überzeugen das es ihm gut geht, einfach nur die Nähe von meinem Sohn spüren und ihm zeigen das wir da sind und ihn über alles lieben mit all seinen Besonderheiten.

Ihr könnt euch nicht vorstellen wie furchtbar diese Situation ist, wenn du willst aber nicht kannst. Und du die andere Mutti im Bett neben dir mit ihrem Kind in dieser innigen & liebevollen Mutter-Kind-Situation beobachtest. Die 3 Stunden bis ich es körperlich endlich schaffte aus dem Bett zu steigen und im Rollstuhl Platz zu nehmen waren schrecklich für mich. Aber ich wusste dass Christoph in dieser Zeit der beste Papa für Ben ist den ich mir vorstellen kann. Er schenkte unserem Kind in diesem Moment die Liebe von 2 Elternteilen.

Fortsetzung folgt…

Wie alles begann…

… es war der 22.01.2017, morgens gegen 9:30 Uhr, ich erinnere mich noch recht gut. In der Nacht um 2:25 Uhr wurde Ben Noah Latzkow 5 Wochen zu früh geboren. Ich lag auf der Entbindungsstation in meinem Bett und schrieb Nachrichten und verkündete das freudige Ereignis.

Mein Mann kam ins Zimmer. Ich wunderte mich das er schon da war, er verließ erst gegen 6 Uhr morgens das Krankenhaus, nachdem er nochmal bei unserem Sohn auf der Neo (Neonatologie – Zweig der Medizin, der sich besonders mit der Physiologie und Pathologie Neugeborener befasst – Quelle Google Wörterbuch) war, er wollte sich zu Hause frisch machen und etwas hinlegen. Ich hatte nicht vor der Mittagszeit mit ihm gerechnet.

Da stand er nun mit roten Augen vor mir. Er bat mich mein Handy beiseite zu legen. Ich war nicht sicher was los war und fragte nach. Er sagte mit zitternder Stimme, das er mir etwas sagen müsse – ich glaub kaum jemand kann erahnen wie „unbehaglich“ diese Situation in diesem Moment für Christoph war und ich bin mir sicher er wird es nie vergessen – ihn hätten die Ärzte heute Nacht noch angesprochen und mit dem Verdacht konfrontiert das Ben sehr wahrscheinlich das Down Syndrom hat. Es würden einige sichtbare Softmarker wie Sandalenlücke, 4-Fingerfurche, die Schrägstellung der Augen, die Position der Ohren etc., dafür sprechen.

Christoph stand da und wartete auf meine Reaktion ich schaute ihm in die Augen und entgegnete ihm, ich weiß…

Fortsetzung folgt…

Es ist meiner Meinung nach zu intensiv und zu viel Input für einen einzigen Post, daher splitte ich die ersten Tage im Krankenhaus in mehrere Berichte.

Einen schönen Tag…

…wünschen euch Ben Noah und seine kleine Schwester Leni Sophie. Die Geschwisterliebe zwischen den beiden ist einfach nur herrlich mit anzusehen❤️. Leni wird den ganzen Tag mit Küsschen überhäuft.

Heute Abend zur Prime Time werden wir einen ersten Rückblick online stellen.

Bis dahin wünschen wir euch einen herrlichen Tag☀️.

Sommer Sonne Sonnenschein

Kurzmitteilung

Das Traumwetter geht weiter und Ben Noah sitzt vor der nächsten Erfrischung. Ben ist eine echte Wasserratte. Am Liebsten genießt er diese Situation alleine, bei zu viel Trubel entzieht er sich der Situation und wird wieder zum stillen Beobachter.

Wir hoffen ihr habt heute auch eine kühle Erfrischung in der Nähe.

Ein sonniger Tag

Resümee des heutigen Tages: es war ein rundum gelungener Tag!!

Vormittags ging es mit der Oma in die Stadt. Ben ist das erste Mal Bus gefahren, das Gewackel war ihm ganz und gar nicht geheuer. In der Stadt hatte Ben Aufgaben zu erledigen, Eine war es mit seiner Brille zum Optiker zu gehen. Wieder zu Hause angekommen hieß es Mittag essen und Mittagsschlaf, denn am Nachmittag ging es zur Geburtstagsfeier.

Neben all den Erwachsenen war auch Bens kleiner Kumpel Emil mit am Start. Es war für alles gesorgt, selbst ein Pool wurde aufgebaut und Ben wollte ihn unbedingt als Erster einweihen und ein zweites Mal gleich hinterher mit Klamotte und Windel🙈. Gut das wir alles zum Wechseln mit hatten.

Besonders haben Ben die Seifenblasen gefallen. Das fasziniert ihn immer wieder aufs Neue.

Die großen Kinder haben auf dem Rasen sowie verstecken und fangen gespielt, das interessierte Ben sehr. Ab und an hätte er am liebsten mitgespielt und wäre mitgelaufen. Aber zwischendrin ist er gerne einfach nur stiller Beobachter und freut sich indirekt dabei sein zu können.

An solchen Situationen merken wir sehr deutlich wie unzufrieden er langsam wird, weil er nicht so mitmachen kann wie er gerne möchte… dann sind wir als Eltern gefragt für Ben mit zu laufen.

Wir hatten einen wirklich sehr schönen Tag und hoffen ihr habt das herrlich Wetter heute auch so genossen.